Ohnmächtig

Liegen bleiben. Liegen bleiben.
Leise murmelst du dein Mantra.
Den Kopf unterm Kissen
dringt nur wenig Welt zu dir.
Die zugezogenen Vorhänge ersticken alle Geräusche.
Und selbst der Staub wirbelt fast ängstlich
bevor er sich auf dein tröge arbeitendes Gehirn legt.

Du schwimmst durch gallert wabernde Zeit.
Schiebst deinen schwerer werdenden Körper
durch die hallenden Stunden des Tages.
Vor dir zerfließen Formen und Farben
zu einem klebrigen Brei,
der fesselnd sich um deine Beine legt.

Jeder Gedanke, der entsteht,
bleibt in deiner Kehle stecken und schnürt sie zu.
Dein Schweigen ertränkst du.
Literweise fließt bitterer Kaffee durch deine Bahnen.
Doch der Zerfall hat dich bereits erfasst,
Zieht dir die Beine weg.
Kraftlos fallen Fleisch und Muskeln
von deinen Knochen.
Erschöpft bleibst du am Boden liegen.